Zwei Einbahnstraßen ins KZ Melk

Shownotes

In dieser besonderen Episode der HörRäume erinnern Renate Gröner, Ursula Porten und Dr. Albert Decker an Gotthilf Eugen Lenz aus Schnait und Ioannis Bolierakis aus Livadas auf Kreta. Ihre unterschiedlichen Lebens- und Leidenswege führten sie 1944 in das Konzentrationslager Melk. Beide überlebten die unmenschlichen Bedingungen und die schwere Zwangsarbeit nicht.

Die Stolperstein-Initiative Weinstadt hat die Lebensgeschichte von Gotthilf Eugen Lenz erforscht. Heute erinnert ein Stolperstein in Schnait an ihn. Renate Gröner und Ursula Porten zeichnen seinen Weg nach, der für ihn zu einer Einbahnstraße wurde.

Dr. Albert Decker von der Evangelischen Akademie Bad Boll schildert den Weg von Ioannis Bolierakis aus seinem kretischen Heimatort Livadas in das KZ Melk. Zugleich berichtet er vom Alltag im Lager und von den menschenverachtenden Bedingungen in den Wohnbaracken, bei der Zwangsarbeit und auf der Krankenstation.

Eine Episode, die erinnert und zwei Lebensgeschichten vor dem Vergessen bewahrt.

Themen der Folge:
- Die Verfolgung und Deportation der beiden Männer nach Mauthausen und Melk
- Die deutsche Besatzung Kretas und die Gewalt gegen die Zivilbevölkerung
- Das KZ Melk und die unterirdische Rüstungsanlage „Quarz“
- Zwangsarbeit, Lagerhierarchien, Ernährung und Krankenversorgung
- Handlungsspielräume, Widerstand und die Räumung des Lagers
- Stolpersteine und die Entwicklung des Gedenkens nach dem Krieg

LINKS:

Stolperstein-Initiative Weinstadt

Lieder aus der NS-Besatzungszeit Griechenlands, zwischen den Gesprächsblöcken von 

Veranstaltungsort LIMBO Beutelsbach


Inhaltshinweis: Die Folge enthält Schilderungen von Gewalt, Misshandlungen und Tötungen im Nationalsozialismus.

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