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Verlernen wir gerade, Mensch zu sein?

Verlernen wir gerade, Mensch zu sein?

‧ 63m 11s

Künstliche Intelligenz und soziale Medien verändern die Art, wie wir leben, lernen und miteinander umgehen. Doch was bedeutet das für unsere Menschlichkeit? In diesem Vortrag der Michaelisakademie der Evangelischen Akademie Bad Boll fragt der Neurowissenschaftler und Bestsellerautor Prof. Dr. Joachim Bauer, wie Empathie, Verbundenheit und Verantwortung in digitalen Zeiten bewahrt werden können. Eine anregende Auseinandersetzung mit den Chancen der Digitalisierung und ihren Auswirkungen auf unser Zusammenleben.

Sind wir schon ganz bei Sinnen?

Sind wir schon ganz bei Sinnen?

‧ 35m 19s

In dieser Episode der HörRäume geht es um Achtsamkeit, Sinnsuche, Selbstfürsorge, Mitgefühl und die Frage, was uns als Menschen miteinander verbindet. Ausgehend von Erfahrungen in der Begleitung schwerstkranker und sterbender Menschen eröffnet sich ein weiter Blick auf das Leben: auf unsere Wahrnehmung, unsere Beziehungen und darauf, was uns Halt und Orientierung gibt. Eine berührende und inspirierende Einladung, die eigenen Sinne zu schärfen und neu über das Leben nachzudenken.

Vortrag von Susanne Kränzle, Vorsitzende des Deutschen Hospiz- und Palliativverbands, gehalten bei den 27. Süddeutschen Hospiztagen „Mit allen Sinnen: leben, sterben, begleiten“ an der Evangelischen Akademie Bad Boll. Intro: Akademiedirektor Dr, Dietmar...

Digitale Selbstdiagnosen

Digitale Selbstdiagnosen

‧ 70m 47s

Psychische Gesundheit ist in den sozialen Medien allgegenwärtig. Das trägt zur Aufklärung bei und baut Tabus ab, führt aber auch zu Fehlinformationen und vorschnellen Selbstdiagnosen.
Diese Episode der HörRäume bündelt vier Perspektiven: eine journalistische Annäherung an Mental-Health-Trends im Netz, eine medizinhistorische Betrachtung, Einblicke aus der schulischen Beratungspraxis und eine fachliche Einordnung aus der Kinder- und Jugendpsychiatrie.
Im Zentrum steht die Frage, wie Orientierung im Netz gelingen kann, ohne dass aus normalen Krisen Krankheitsbilder werden, und welche Verantwortung Plattformen, Fachwelt und Gesellschaft dabei tragen.

Die Impulse waren Teil der Veranstaltung "Via medici: Digitale Diagnosen", die im Juni 2026 in Kooperation mit...

"Wir müssen sichtbar werden."

‧ 56m 31s

Queeres Leben ist Teil unserer Gesellschaft und unserer Kirchen, oft jedoch unsichtbar gemacht, übergangen oder in Frage gestellt. In dieser Episode kommen Stimmen aus Beratung, Forschung, Bildung und kirchlicher Praxis zusammen. Sie erzählen von Erfahrungen zwischen Ausgrenzung und Zugehörigkeit, von Leerstellen und Lernprozessen und auch davon, wo Veränderungen bereits begonnen haben. Sichtbarkeit, Vernetzung und gegenseitiges Zuhören eröffnen neue Wege. Eine ermutigende Diskussion über Verantwortung, Aufbruch und die Frage, wie Kirche endlich ein Raum für alle sein kann.

Wem gehört das Internet?

Wem gehört das Internet?

‧ 37m 18s

Die ehemalige Europaabgeordnete Helga Trüpel analysiert die Entwicklung des Internets von einem Raum utopischer Freiheit hin zu einem von wenigen Plattformkonzernen dominierten Markt. Sie zeigt, wie Big-Tech-Unternehmen von fehlender Regulierung profitieren, öffentliche Debatten beeinflussen und wirtschaftliche Macht bündeln.

Im Zentrum ihres Vortrags steht die Frage, wie demokratische Prinzipien, Urheberrechte und faire Wettbewerbsbedingungen in der digitalen Welt gesichert werden können. Trüpel skizziert konkrete Ansätze – von Kartellrecht über Transparenzpflichten bis hin zu neuen EU‑Gesetzen wie Digital Services Act und AI Act – und ordnet die Debatte in größere geopolitische Zusammenhänge ein.

Ein pointierter Beitrag über die Zukunft digitaler Öffentlichkeit und Europas...

Wenn aus Gesprächen Zukunft entsteht

Wenn aus Gesprächen Zukunft entsteht

‧ 24m 30s

Wie gelingt Dialog in einer zunehmend polarisierten Gesellschaft? Welche Rolle spielen Orte, an denen unterschiedliche Perspektiven aufeinandertreffen? Und wie kann daraus eine gute Zukunft entstehen?

In dieser Episode der HörRäume spricht Miriam Kaufmann mit Berthold Frieß, dem neuen Vorsitzenden des Kuratoriums der Evangelischen Akademie Bad Boll. Im Gespräch geht es um die Bedeutung von offenen Diskursräumen für unsere Demokratie, den Umgang mit gesellschaftlichen Spannungen und die Frage, wie Verständigung trotz wachsender Unterschiede gelingen kann.

Berthold Frieß bringt vielfältige Erfahrungen aus Kirche, Politik und Verwaltung mit und blickt auf die Herausforderungen unserer Zeit: von sozialem Zusammenhalt über Klimaschutz bis hin zu...

Demokratie in die Köpfe

Demokratie in die Köpfe

‧ 55m 32s

Demokratie ist mehr als eine Staatsform, sie ist eine Lebensform. In seinem Vortrag im Rahmen der Veranstaltung "Den Wandel gestalten – Schule wirkt" spricht Prof. Dr. Klaus Zierer darüber, warum sich die Zukunft unserer Demokratie in den Schulen entscheidet. Ausgehend von aktuellen Krisen wie Klimawandel, Krieg, sozialer Ungleichheit und Vertrauensverlust zeigt er, welche zentrale Rolle Bildung für Demokratiefähigkeit spielt.

Zierer macht deutlich: Demokratie braucht gebildete, urteilsfähige und selbstverantwortliche Menschen. Schule ist daher nicht nur Lernort, sondern ein Raum gelebter Demokratie. Es geht um Haltung ebenso wie um Wissen, Streitfähigkeit und vor allem Vertrauen.

Ein eindringlicher Vortrag über Demokratiebildung, Lehrerprofessionalität und...

Gerechter Frieden?

Gerechter Frieden?

‧ 26m 31s

Was bedeutet „rechtserhaltende Gewalt“ in einer Zeit des Krieges? Kann es unter den Bedingungen imperialer Gewalt einen gerechten Frieden geben?

In seinem Vortrag setzt sich der polnische Publizist und ZEIT‑Autor Adam Krzemiński mit der neuen Friedensdenkschrift der Evangelischen Kirche in Deutschland auseinander. Aus polnischer Perspektive ordnet er die friedensethischen Überlegungen der EKD historisch, politisch und moralisch ein – vor dem Hintergrund des russischen Angriffskrieges gegen die Ukraine, der europäischen Geschichte und aktueller sicherheitspolitischer Herausforderungen.

Krzemiński fragt nach den Grenzen pazifistischer Traditionen, nach Verantwortungsethik, Abschreckung und Solidarität mit bedrohten Gesellschaften. Sein Beitrag ist ein eindringliches Plädoyer dafür, Friedensethik nicht losgelöst von...

Migrationspanik und Realität

Migrationspanik und Realität

‧ 65m 30s

Europa erlebt seit Jahren eine vermeintliche „Dauerkrise“ der Flüchtlingspolitik. Doch was steckt tatsächlich hinter Abschottung, Überlastungsnarrativen und dem Ruf nach Kontrolle?

In ihrem Vortrag auf der Flüchtlingsschutztagung 2026 der Evangelischen Akademie Bad Boll analysiert die renommierte Migrationsforscherin Dr. Judith Kohlenberger die politischen und gesellschaftlichen Dynamiken der aktuellen Flüchtlingspolitik. Sie zeigt, wie Migration zunehmend instrumentalisiert wird, um von sozialpolitischen Versäumnissen abzulenken, wie rechtsstaatliche und humanitäre Standards erodieren und warum selbst sinkende Asylzahlen den Aufstieg rechter Parteien nicht bremsen.

Der Vortrag führt von den europäischen Außengrenzen bis ins Innere unserer Gesellschaft und macht deutlich, dass Fragen von Flucht, Integration und Zusammenhalt nicht...

Handy aus, Hirn an?

Handy aus, Hirn an?

‧ 80m 6s

In dieser HörRäume‑Episode diskutieren ein Jugendlicher, ein Lehrer, ein Vertreter des Kultusministeriums und eine psychologische Expertin darüber, wie Kinder und Jugendliche besser vor den Risiken digitaler Medien geschützt werden können. Im Mittelpunkt stehen zwei zentrale Fragen: Brauchen wir ein Handyverbot an Schulen? Und sollte es eine Altersgrenze für Social‑Media‑Plattformen geben?

Die Gäste beleuchten wissenschaftliche Erkenntnisse zu Suchtmechanismen und psychischer Gesundheit, pädagogische Herausforderungen im Schulalltag sowie politische Handlungsspielräume. Dabei wird deutlich, dass verantwortliche Digitalisierung nur gelingt, wenn Schule, Eltern, Politik und Jugendliche gemeinsam Lösungen entwickeln.

Eine konzentrierte, differenzierte Debatte über Chancen und Grenzen digitaler Medien und darüber, wie ein bewusstes und...